Schneckenburger Matthias, 1804-1848

Matthias Schneckenburger, 1804-1848 aus Thalheim bei Tuttlingen, besuchte erst die Lateinschule in Tuttlingen, dann das niedere theologische Seminar in Urach; 1822/23 ins Tüttinger Stift aufgenommen, blieb er daselbst 9 Semester bis zum Winterhalbjahr 1826/27 und promovierte in der philosophischen Fakultät. Im Herbst 1826 nach Berlin, wo er mehrere Semester studierte. Nach Tübingen zurückgekehrt, fungierte er als Repetent von 1828-1830; 1831 Helfer in Herrenberg, dann Pfarrer daselbst. Von Herrenberg nach Bern berufen. Hundeshagen in Realencykl. für pr. Theologie und Kirche. - Blösch in a. d. B. - G e 1 p k e, Gedächtnisrede auf den Doktor und Professor der Theologie Matthias Schneckenburger, gehalten bei seiner Leichenfeier in der Aula der Hochschule zu Bern den 16. Juni 1848. Nebst der Grabrede von C. Wyss, d. Z. Dekan der theol. Fakultät. Bern, Weingart, 1848. 24 S. Ueber Glauben, Tradition und Kirche. Sendschreiben an Herrn Dr. Fridolin Huber, aus Gelegenheit seiner Schrift: "Was hätte eine deutsche Fürstin auf das bekannte Schreiben eines Souveräns antworten können?" Zugleich ein Beitrag zur Würdigung der Schrift des Herrn Dr. Möhler: "Die Einheit der Kirche, oder das Prinzip des Katholicismus. Stuttgart, Steinkopf, 1827. 175 S. Ueber das Alter der jüdischen Proselytentaufe und deren Zusammenhang mit dem johanneisehen und christlichen Pitus. Nebst einer Beilage über die Irrlehrer zu Colossä. Berlin, Dümmler 1828. 234 S. Rettung der Aechtheit von Jakobi 5, V. 21-25. Nebst Bemerkungen über die Authentie des ganzen Briefes. "Tübiriger Zeitschrift für Theologie", Jahrg. 1829, drittes Stück. S. 47-90. Ebenda: Ueber einen häufig übersehenen Punkt in der Lehre der Ebioniten von der Person Christi. Jahrg. 1830. 1. Heft, S. 114-126. Noch etwas über den behaupteten Widerspruch zwischen Paulus und Jakobus. Jahrg. 1830. 2. Heft, S. 178-190. Rede bei der Feier des Säkularfestes der Übergabe der Augsburgischen Konfession, gehalten iin evangelischen Seminar den 25. Juli. 3. Heft, S. 47-74. Worte zur Verständigung über das alte Kirchengut und die wahren ökonomischen Inter- essen der evangelischen Gemeinden und Geistlichen in Württernberg von Dr. X. (d. i. Schneckenburger) Tübingen, Osiander, 1831. 145 S. Annotatio ad epistolam Jakobi perpetua cum brevi tractatione isagogica. Stuttgart, Löflund, 1832. 154 S. Beiträge zur Einleitung ins Neue Testament und zur Erklärung seiner schwierigen Stellen. Stuttgart, Löflund, 1832. 230 S. Ueber das Evangelium der Aegypter. Ein historisch-kritischer Versuch. Bern, Jenni Sohn, 1834. 39 S. Ueber den Ursprung des ersten kanonischen Evangeliums. Ein kritischer Versuch. Stuttgart, Löflund, 1834. 171 S. Rede bei der Feier des Jahrestages der Eröffnung der Hochschule in Bern den 15. November 1838. Bern, Chr. Fischer, 1838. 32 S. (Geschichte des Begriffes der Bildung in der christlich-germanischen Welt). Ueber den Zweck der Apostelgeschichte. Zugleich eine Ergänzung der neuern Kommentare. Bern, Chr. Fischer, 1841. 253 S. Haag 1914

 

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