Lutz Joh. Ludw. Samuel, 1785-1844

Joh. Ludw. Samuel Lutz, 1785-1844 von Bern, vom 10. Jahre an im Waisenhaus erzogen, absolvierte die bernischen Schulen, erscheint 1805 als der erste seiner Promotion im Protokoll der theologischen Fakultät der 1805 reorganisierten Akademie, bestand 1808 das Kandidatenexarnen mit Auszeichnung. Während seiner Studienzeit Hauslehrer irn Hause des Herrn von Erlach von Spiez,später Elementarlehrer;' 1809 mit einem akademischen Reisestipendium nach Tübingen.. wo er ein Jahr sich aufhielt, nachher ein Semester in Göttingen. 1812 wurde er zum Professor gymnasii erwählt, als Nachfolger Wagners, und bekleidete diese Stelle bis 1824. (Hüppi, die Literarschule zu Bern, Berner Dissertation 1907.) Über seine Anmeldung für die vakante Stelle des Professors des Bibelstudiums und die von den Studenten ihm gebrachte Ovation vgl. F. S., S. 203. Sein Nachfolger im Professorat des Gymnasiums wurde Leonhard Usteri. Von 1824 bis 1830 war Lutz Pfarrer in Wynau, 1830 bis 1833 Pfarrer an der Heiliggeistkirche in Bern als Nachfolger Wyttenbachs; 1831 Mitglied des Erziehungsdeparternents. 1835 ernannte ihn die theologische Fakultät der Universität Basel zum Doktor der Theologie. Vgl. G ü d e r in Realeneyklop. für pr. Theologie und Kirche. - B 1 ö s c h in a. d. B. - La u t e r b u r g im B. T. auf 1855, S. 229 ff. - Fr. L u t z (Pfarrer in Wynau), der Gottesgelehrte Joh. L. Samuel Lutz, mit einer Blüthenlese aus den Kanzelvorträgen des Verewigten mit Vorwort von Prof. Immer. S. 1-165 biographisches, S. 169-379 die Blüthenlese. Bern, Stämpfli, 1863. - C. B a g g e s e n , Gedächtnisrede auf den hochwürdigen seligen Joh. Ludw. Lutz, Dr. u. Prof. der Theol., Dekan des Capitels Bern; gehalten bei seiner Leichenfeier im Münster zu Bern, den 25. September 1844. Bern, Haller, 1844. 19 S. - H u n d e s h a g e n , C. B., Der selige Doktor und Professor Joh. L. Samuel Lutz in Bern; ein theologisches Charakterbild. Gezeichnet in einer am 21. Oktober 1844 in der Aula der Hochschule zu Bern gehaltenen Gedächtnisrede. Bern, Haller, 1844. 27 S. - I m m e r, Samuel Lutz als Lehrer und Prediger. Bern, Stärnpfli, 1861. 46 S. Corneli Taciti et Titi Livii in scribendis rebus gestis iiidoles propriaque ratio inter se comparata. Praelectio pro publico Professoris munere in gymnasio Bernensi rite obtinendo, habita VI Idus Martias MDCCCXII. 16 S. Bd. 3 des literarischen Archivs der Akademie zu Bern, Heft 4, S. 484 ff., 1812. Kleines griechisches Wörterbuch zum Auswendiglernen. Zum Gebrauch des Gymnasiums in Bern. Bern, Stämpfli, 1816. 157 S. Sermon prononcd pour l'ouverture de la session de l'assernblé constituante du canton de Berne sur Jaques 1, 16-18. Imprirné et traduit en français par decision de l'assemb1ée constituante. Berne, Rätzer, 1831. 16 S. Ebenda die deutsche Ausgabe. Trauerrede bei der Bestattung des Herrn Leonhard Usteri, gewes. Professors des Gymnasiums zu Bern, am 21. September 1833. Bern, Stämpfli. 11 S. Curae exegeticae in quaedam proverbiorum Salorn. loca. Hochschulprogramm 1836. Bern, Stärnpfli. 19 S. Gutachten der ehrwürdigen Synode über die in ihrer ordentlichen Sitzung vom Jahr 1836 vom Erziehungsdepartement zugewiesenen Petitionen einiger sogenannten Dissenters an den Grossen Rath der Republik in Rheinwalds acta historico-ecclesiastica seculi XIX. J. 1837, S. 734-785. Ein Auszug in "Der Gottesgelehrte S. Lutz" S. 109 ff. Biblische Dogmatik von J. L. Samuel Lutz, der Theologie Doktor und ordentlichem Professor an der Universität Bern. Nach dessen Tod herausgegeben von L. Püetschi, Privatdozenten. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Schneckenburger. Pforzheim, Flammer und Hoffmann, 1847. 450 S. Biblische Hermeneutik von J. L. Samuel Lutz, der Theologie Doktor und ordentlichem Pro- fessor an der Universität Bern. Nach dessen Tod herausgegeben von Adolf Lutz, V. D. M. Pforzheim, Plammer und Hoffmann, 1849. 500 S. Haag 1914

 

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